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Jahresbericht 2016/2017

Ihr Ansprechpartner

Christian Kamp
Leiter Suchdienst / Landesauskunftsbüro
0251 9739-155
Christian.Kamp@DRK-westfalen.de

Auskunftswesen bei Konflikten und Katastrophen - Das Kreisauskunftsbüro (KAB)

Hilfe bei Konflikten und Katastrophen

Der DRK-Suchdienst ist von der Bundesregierung beauftragt, im Falle eines bewaffneten Konflikts mit deutscher Beteiligung ein Amtliches Auskunftsbüro zu errichten, um Betroffene bei der Suche nach ihrenFamilienangehörigen zu unterstützen.

Auch bei Katastrophen und größeren Schadenslagen in Deutschland wird der DRK-Suchdienst aktiv: Bundesweit unterhält er ein Netzwerk sogenannter Personenauskunftsstellen für Angehörige. Die dabei eingesetzten DRK-Landes- und Kreisauskunftsbüros (LAB/KAB) nehmen Informationen zu Verletzten sowie vermissten Personen auf und erteilen Auskünfte an besorgte Angehörige.

Katastrophen und Großschadenslagen

Aus der Rolle des DRK als Nationale Gesellschaft des Roten Kreuzes in Deutschland innerhalb der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung sowie als freiwillige Hilfsgesellschaft der deutschen Behörden im humanitären Bereich ergibt sich, dass das Amtliche Auskunftsbüro auch bei Katastrophen und Großschadensfällen das Auskunftswesen übernimmt. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisauskunftsbüros in den DRK-Kreisverbänden stehen daher auch bereit, um bei Katastrophen und schwerwiegenden Unglücksfällen in Westfalen-Lippe Familienangehörigen Auskunft über Vermisste zu geben.

Wie wir arbeiten

Die Kreisauskunftsbüros (KAB) in den DRK-Kreisverbänden spielen bei Katastrophen und Großschadensereignissen eine wichtige Rolle vor Ort. Zu ihren Aufgaben gehören:

  • ƒdas Erfassen und die Auswertung von Informationen über Betroffene und verletzte Personen
  • die Annahme telefonischer und persönlicher Suchanfragen aus der Bevölkerungƒ
  • die Auskunftserteilung an Angehörige über den Verbleib von gesuchten Personen

Die bei einem Einsatz erhobenen Daten werden an das zuständige KAB weitergeleitet. Hier erfolgt die Erfassung zum einen über eine manuelle Kartei, zum anderen elektronisch über die Suchdienst-Software Xenios. Damit ist sichergestellt, dass alle Informationen stets zur Verfügung stehen.

Einige KAB-Einsätze, in denen der DRK-Suchdienst wichtige Anlaufstelle für die Bevölkerung gewesen ist:

  • ƒHochwasser 2013
  • ƒPapstbesuch 2011
  • ƒLove Parade Unglück 2010
  • ƒAmoklauf in Winnenden 2009

Mitwirkungsmöglichkeiten und häufige Fragen

Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?
Sie sollten die Fähigkeit haben, auf Menschen einzugehen, teamfähig sein und auch in Ausnahmesituationen Ruhe bewahren können.

Benötige ich eine bestimmte Ausbildung?
Wir vermitteln Ihnen in der Fachdienstausbildung Suchdienst in 5 Modulen alle erforderlichen Kenntnisse für eine Mitarbeit im KAB.

Muss ich PC-Kenntnisse mitbringen?
Grundlegende Kenntnisse sind wünschenswert, aber kein Muss. Die Aufgaben im KAB sind vielfältig.

Wie hoch ist der zeitliche Aufwand?
Dieser variiert je nach KAB. In der Regel treffen sich die Helfer etwa ein- bis zweimal im Monat.

Do you speak English?

Besonders freuen wir uns über Helfer, die über Fremdsprachenkenntnisse verfügen. Diese sind auch für die KAB-Arbeit von besonderer Bedeutung, aber natürlich keine zwingende Voraussetzung.

Wie geht es nun weiter?
Falls Sie Interesse an einer aktiven Mitwirkung im Bereich des Auskunftswesens des DRK oder auf einem anderen Tätigkeitsgebiet des Roten Kreuzes haben, wenden Sie sich bitte an die Kollegen der Servicestelle Ehrenamt. Diese vermitteln Ihnen gerne den entsprechenden Kontakt zu einer Rotkreuzgliederung in Ihrer Nähe. Wir freuen uns auf Sie!